"Rush" – When sex was safe and driving was dangerous

When sex was safe and driving was dangerous – die Siebzigerjahre, für viele die Hochzeit der Formel 1. Vollkommen unterschiedlich erscheindende Fahrzeuge, an deren Hinterachsen gigantische Gummiwalzen die Kraft auf den Boden brachten. Der Wettstreit zwischen Ferraris Zwölfzylindermotoren und der V8-Armada Fords. Ein Fahrerfeld, gespickt mit Stars und Draufgängern: In wenigen Wochen ist es endlich soweit, dann kommt Ende September die Verfilmung des legendären Duells von 1976 zwischen Niki Lauda und James Hunt in die Kinos. In Rush, so der Titel des Films, treten Daniel Brühl (Niki Lauda) und Chris Hemsworth (James Hunt) den Kampf um die Formel 1-Weltmeisterschaft an.




Daniel Brühl als Niki Lauda im Film "Rush"

Daniel Brühl als Niki Lauda im Film „Rush“
(Szenenbild aus dem Trailer: Universum Film)

Gedreht wurde der 38-Millionen-Film auch an Originalschauplätzen wie der Grünen Hölle des Nürburgring und der Kurve, in der Laudas Ferrari 312T2 in Flammen aufging. Weitere Locations waren in Österreich und England, unter anderem auf der legendären Rennstrecke von Brands Hatch. Neben Nachbauten standen auch Originalfahrzeuge aus den Siebzigern vor der Kamera. Fahren durften Brühl und Hemsworth diese allerdings nicht. Stattdessen mussten die beiden auf Formel 3-Rennwagen mit Retro-Chassis umsteigen.




Chris Hemsworth als James Hunt im Film "Rush"

Chris Hemsworth als James Hunt im Film „Rush“
(Szenenbild aus dem Trailer: Universum Film)

Der kürzlich veröffentlichte Kino-Trailer lässt es schon erahnen. Zur packenden Story der Vorlage gesellen sich rasante Action-Sequenzen und grandiose Aufnahmen, die eine großartige Atmosphäre vermitteln. Für Regisseur Ron Howard (A beautiful Mind) und Drehbuchautor Peter Morgan (Der letzte König von Schottland) ist Rush nicht die erste Verfilmung einer wahren Geschichte. Bereits 2008 arbeiteten die beiden zusammen an Frost/Nixon.

Fantastische Aufnahmen vermitteln die Atmosphäre in "Rush"

Fantastische Aufnahmen vermitteln die Atmosphäre in „Rush“
(Szenenbild aus dem Trailer: Universum Film)

In Nebenrollen spielen unter anderem Olivia Wilde und Alexandra Maria Lara. Niki Lauda stand der Produktion als Berater zur Seite – ein besserer war kaum zu finden. Was Hunt zu dem Streifen sagen würde, werden wir nie erfahren. Der charismatische Brite verstarb vor zwanzig Jahren.




Offizieller Trailer zu Rush

Die Formel 1-Saison von 1976 ging nicht nur wegen Laudas dramatischem Feuerunfall am Nürburgring in die Geschichtsbücher ein, die Saison krönte der dramatische Showdown im letzten Rennen im japanischen Fuji. Auch das Starterfeld des Jahres liest sich wie ein Auszug des Who-is-Who des Motorsports. Neben Lauda und Hunt griffen unter anderem der südafrikanische F1-Weltmeister von 1979 Jody Scheckter, der zweifache F1-Vizeweltmeister und sechsmalige LeMans-Sieger Jacky Ickx, der zweifache Formel 1-Weltmeister Emerson Fittipaldi, der mehrfache Champ Car-Meister, Indy 500-Sieger und Formel 1-Weltmeister von 1978 Mario Andretti, Ronnie Peterson (F1-Vizeweltmeister 1971, ’78), Clay Regazzoni (F1-Vizeweltmeister 1974), Hans-Joachim Stuck (zwei LeMans-Siege), Jochen Mass (ein LeMans-Sieg), Carlos Reutemann (F1-Vizeweltmeister 1981), Jacques Laffite und Patrick Depailler ins Lenkrad – das damals seinem Namen nach tatsächlich noch ein echtes Rad war. Depailler, Scheckter und Petersen waren es auch, die einen der sicherlich bemerkenswertesten, jemals gebauten Formel-1-Boliden pilotierten: den dreiachsigen Tyrrell P34.

Jody Scheckter im Tyrrell-Ford P34 am 31. Juli 1976 beim Training zum Grand Prix von Deutschland

Jody Scheckter im Tyrrell-Ford P34 am 31. Juli 1976 beim Training zum Grand Prix von Deutschland (Foto: Lothar Spurzem)

Fürs deutsche Publikum hat der Film den Fremdschäm-B-Movie-Untertitel Alles für den Sieg bekommen. Rush startet weltweit am 27. September 2013 in den Kinos. Wir sind gespannt!

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